Medienpolitische Tagung -

»Entfremdete Medien?
Die Rolle von Glaubwürdigkeit und Vertrauen im Journalismus«

Institut für Bildung, Medien und Kunst


(29.5.2015 - 31.5.2015)

Der brutale Anschlag auf das französische Satiremagazin „Charlie Hebdo“ hat nicht nur die Debatte neu entfacht, was Medien dürfen und was nicht. Er hat auch ins Bewusstsein gerufen, wie wenig selbstverständlich Meinungs-, Presse- und Rundfunkfreiheit sind. Ungeachtet dieser Errungenschaft fühlt sich ein Teil unserer Gesellschaft von den Medien nicht mehr repräsentiert, geschweige denn informiert. Mit Begriffen wie „Lügenpresse“, „Meinungskartell“ oder „Staatsfunk“ werden Medien aller Art verunglimpft, ihnen Glaubwürdigkeit und Unabhängigkeit abgesprochen – ob auf der Straße wie bei PEGIDA oder in Internetforen und Facebook-Kommentaren.

Doch was bedeutet das für den Journalismus und unsere Demokratie, wenn weite Teile der etablierten Medienlandschaft nicht mehr ernst genommen werden? Welche Verantwortung tragen Journalistinnen und Journalisten selbst an dieser Entwicklung? Und was kann getan werden, um Vertrauen zurückzugewinnen? In diese und andere Fragen bietet die Tagung Einblick. In Vorträgen und Workshops sollen Zusammenhänge und Lösungen erörtert werden.